Regelphase ("norming") ist geprägt durch Entwickeln von neuen Gruppenstandards und neuen Umgangsformen, Feedback und Austausch zwischen den Teammitgliedern, so wie einer "Wir"-Orientierung. Der Teamleiter koordiniert die einzelnen Aufgaben und Personen.
Arbeitsphase ("performing") ist geprägt durch Arbeitsorientierung, Flexibilität, Offenheit der Teammitglieder, Solidarität, Leistungsausrichtung und zielgerichtetem Handeln des Teams. Der Teamleiter benötigt wenig Energie, da sich das Team sich größtenteils selbst steuert.
1970 fügt Tuckman den vier vorstehenden Phasen noch eine fünfte Phase hinzu:
Auflösungsphase (adjourning)
Tuckmans Phasen-Modell ist eine grob vereinfachende Beschreibung. Die Darstellung suggeriert einen Automatismus, der gleichzeitig aber keinesfalls mühelos ist, sondern das Ergebnis intensiver Auseinandersetzung durch die Teammitglieder.
Aus heutiger Sicht erscheint mir Tuckmans Modell bei weitem zu gruppendynamisch orientiert zu sein, es unterstellt eine den eigenen Prozessen ausgelieferte Gruppe. Das erzeugt kurioserweise eine Selbstbestätigung: Weil es die Theorie so will, handeln alle danach und dann kommt es auch so.
Eine Gruppe kann sich aber auch dafür entscheiden gemeinsam einen Prozess zu gehen, der fokussiert und simultan auf allen Bewusstseinsebenen gleichzeitig eine rasche Eintiefung als Teams ermöglicht. Die emotionale und inhaltliche Arbeitsfähigkeit kann dadurch leicht und scheinbar ohne Anstrengung hergestellt werden. Die Schau- und Positionierungskämpfe auf kognitiver Ebene kann man sich getrost sparen.
Lesen Sie mehr über Advanced Teambuilding bzw. über Advanced Facilitation.