Persönlicher Background

Mein Lebenshintergrund in wenigen Worten.

Beruflicher Background

Die Stationen meiner beruflichen Lern- und Entwicklungszeit in den letzten 30 Jahren. Von der Gruppendynamik zur Fine Art of Facilitation.

Beispiele Wirtschaftsunternehmen

Hier einige Beispiele von besonders interessanten und oder kniffeligen Aufträge für Wirtschaftsunternehmen in der letzten Zeit:­

Beispiele für Transformationsprojekte mit Großveranstaltungen

Bei allen Beispielen handelte es sich um längerlaufende Prozesse, die umfassende beraterische Agenden einschlossen: Konzeption, Prozesssteuerung, Moderation von Workshops und Veranstaltungen.

Beispiele Öffentlicher Bereich und soziale Einrichtungen

Hier einige Beispiele von besonders interessanten und oder kniffeligen Aufträgen für den öffentlichen Bereich und soziale Einrichtungen in den letzten Jahren:

Beispiele für Tagungen und Kongresse

Hier einige Beispiele von besonders interessanten und oder kniffeligen Aufträgen zur Durchführung von Tagungen und Kongressen in den letzten Jahren. Bei allen Veranstaltungen konzipierte und moderierte ich mit unterschiedlichen KollegInnen die Veranstaltung.

Einsichten eines Peregrinos am Camino de Santiago

Meine persönliche Reflexion der Wanderung am Camino de Santiago über 800 km von Pamplona nach Finisterre als Metapher für den Lebensweg.

Leidenschaften: Erich Kolenaty löst Sudoku

Sudoku lösen teilt die Welt: Neben den vielen unerkannten Liebhabern, gibt es auch entschiedene Ablehner. Klar: für jemand der gerne mal fünfe grad sein lässt, ist der Anreiz ständig von 1 bis 9 durchzuzählen denkbar gering.

Es gibt viele Menschen, die Sudoku lieben, aber sie bleiben meist unerkannt: Sudoku lösen ist eine stille Leidenschaft, eine, die man am liebsten mit sich alleine treibt.

Es ist wirklich auffallend, dass Sudoku LöserInnen so gut wie immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit rätseln. Sudoku scheint wenig gesellschaftsfähig und hat auch keinen besonderen Prestigewert. Man kann damit keine trefflichen Gespräche führen oder das andere Geschlecht begeistern. Wem stockt schon der Atem, wenn eine Person erklärt, sie hätte gerade ein besonders kniffliges Quadrat erfolgreich durchnummerieren können. Da gerät man schon leicht in den Geruch der Schrulligkeit, Nerds sind geradezu normal dagegen.

Aber Hand auf's Herz - will man beim Zahlen schaufeln wirklich Gesellschaft haben? Womöglich jemand der einem über die Schulter schaut und ständig Ziffern diktiert, die irgendwo einzutragen wären? Ich habe nicht einmal entnervt mein Heft dem andren in die Hand gedrückt und das Weite gesucht. Ja genau, mein Heft. Denn wer ein wirklicher Liebhaber ist, gibt sich nicht mit den schnöseligen Dingern in den Zeitungen zufrieden. Die taugen nur, um die Zeit von fünf Straßenbahnstationen zu überbrücken, mehr ist da nicht dran.

Übrigens: Allen Heimlichkeiten der Afficinados zum Trotz erkennt man den ungeheuren Siegeszug der Sudoki schon daran, dass sie die Kreuzworträtsel in den diversen Medien praktisch völlig verdrängt haben.

Klar, die Vorteile von Sudoku liegen auf der Hand:

  • Man ist sich selbst genug
  • Es ist so ziemlich das billigste Vergnügen, das es gibt (Dagobert Duck könnte ein fertiges Heft ausradieren und wieder von vorne loslegen)
  •  Es lässt sich praktisch jederzeit beginnen und unterbrechen
  • Es ist völlig risikolos, es sind keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt
  • Es trainiert das Gehirn und ist somit eine perfekte Alzheimervorsorge
  • Es wird klares und logisches Denken in reinster Form verlangt, man muss sich nicht mit den bildungsbürgerlichen Dünkeln eines Kreuzworträtselschreibers herumschlagen
  • Man erspart sich auch den Ärger, wenn einem das südamerikanische Gebirge mit 5 Buchstaben gerade nicht einfällt (obwohl man weiß, dass man es weiß)
  • Sudokus sind klassenlos, man muss klug sein, aber es ist nicht erforderlich, dass man 20 Semester studiert hat
  • Sudokus sind immer lösbar (auch wenn es manchmal nicht so aussieht), das ist ein großer Trost in einer Welt, die vor Komplexität nur so strotzt

Und jetzt kommt der Hit:

Sudoku lösen ist zutiefst spirituell! Kaum eine andere Beschäftigung kann in minutenschnelle eine tiefe Konzentration auslösen, bei der der Geist stundenlang über den Zahlen 1 - 9 meditiert.

Sudoku lösen ist zutiefst intuitiv! Ein unscharf auf das Blatt gerichteter Blick, verbunden mit der Bitte um Eingebungen, lässt die Zahlen nur so springen, während der Versuch mit verkrampftem Geist eine Lösung zu erzwingen, so gut wie immer scheitert.

Was kann es also für einen besseren Ausgleich geben? Kognitiv fordernd, spirituell einladend, emotional reinigend und wer auch noch die körperliche Ebene einbeziehen will, kann dabei auf und ab gehen. Einfach perfekt!


Gemeinschaftlich wohnen planen - wie geht das?

Gemeinschaftlich Wohnen liegt ganz nahe an der Intimitätsgrenze der Menschen - auch wenn jeder seine eigene Wohnung hat, mit einer Eingangstür, die man zusperren kann. Weil die Nachbarn eben keine anonymen Geschöpfe sind, die man sich lieber wegdenkt.

Gemeinschaftlich wohnen heißt, bewusst wesentliche Ausschnitte des Lebens teilen, freiwillig und mit Freude. Die spannende alltagspraktische Frage ist nur, wie das geht: Individualität in der Gemeinschaft leben?


Dragon Dreaming im Wohnprojekt Wien


Ich lebe seit 2013 in einem Wohnprojekt im Herzen Wiens. Also in einem Haus, dass 65 Erwachsene gemeinsam geplant haben und jetzt gemeinsam verwalten und mit Leben erfüllen. Außer den Wohneinheiten stehen uns dafür 700 m² Gemeinschaftsräume + Dachterrassen und der Gemeinschaftsgarten zur Verfügung  

Ein Beispiel:

Und damit es ein bisschen konkreter wird, stellen Sie sich jetzt bitte eine Wohnbaugruppe vor, bei der 60 Männer und Frauen mitten in Wien gemeinsam ein Haus planen und bauen lassen, in dem sie anschließend wohnen werden. Nicht irgendein Haus: ökologisch und nachhaltig, 6 Etagen mit Dachterrasse und Untergeschoß, 3.200m² Wohnfläche,  700m² Gemeinschaftsräume, Gewerbeflächen etc.  Das Ganze zu Bedingungen und Preisen der Wohnbauförderung.

Klar: Leidenschaft und Verantwortung in Bezug auf die gemeinsame Vision hilft, Vertrauen sowieso und ein wertschätzender Umgang miteinander ist nie verkehrt.

Ist das schon genug oder glauben Sie, da fehlt noch was? Wie entscheiden 60 Menschen eigentlich gemeinschaftlich? Wie koordinieren sie sich, teilen sie die Arbeit auf? Ist das nicht uröde, stundenlanges Gerede und am Schluss setzen sich die Lautesten durch oder die mit dem größten Sitzfleisch?

Also die Herzenswärme alleine tut's nicht, es braucht auch Pfiffigkeit in der Struktur. Ja genau, Struktur, weil 60 Leute sind keine Gruppe mehr,  sondern haben längst die Größe eines kleinen Unternehmens. Und es braucht Leichtigkeit und Verlässlichkeit bei dem, was getan wird.

Zählen wir zusammen, wir brauchen 7 Sachen damit es gelingen kann:

  1. Hardware: Bauplatz, Finanzierung und ein professionelles und vertrauenswürdiges Bauunternehmen
  2. Architekten, die bereit und fähig sind, sich auf gemeinsame Planung einzustellen
  3. Menschen, die Individualität in der Gemeinschaft leben wollen, möglichst vielfältig zusammengesetzt
  4. Jede Menge Herzenswärme, in all ihren Schattierungen
  5. Einen Schöpfungsprozess für eine kraftvolle und tragfähige  gemeinsame Vision und die Planung des ganzen Vorhabens , zum Beispiel mit Hilfe von "Dragon Dreaming"
  6. Einen inneren Aufbau der Gemeinschaft der partizipativ und demokratisch angelegt und robust genug ist, um den menschlichen Schwächen und Auf-und-Abs zu trotzen.
  7. Eine Art und Weise der Zusammenarbeit, die  zu guten Ergebnissen führt und Energie bringt, statt raubt.

Jetzt bin ich Ihnen eine Erklärung schuldig: Was ist Dragon Dreaming?

Dragon Dreaming ist das ganzheitliche Projektdesign-Konzept des Australiers John Croft:  Jedes Dragon Dreaming Projekt  durchläuft vier Phasen: Träumen, Planen, Handeln, Feiern und in diesen Phasen eine Vielzahl von Schritten und Prozessen. Träumen und Feiern, das ist in Projekten ungewöhnlich und zugleich so wichtig.  Der philosophische Kern und gleichzeitig eine der Ursachen, warum Dragon Dreaming so gut für Gemeinschaftsprojekte passt, ist die Betonung einer gelebten WIN-WIN-Kommunikation.

In jeder Wohnbaugruppe versammeln sich in der Pioniergruppe zunächst sehr unterschiedliche Träume. Es ist wichtig, mit Dragon Dreaming die individuellen Träume der Einzelpersonen zugunsten eines neuen, gemeinsamen Traumes der Gruppe sterben zu lassen. Dieser gemeinsame Traum schafft die Energie und die Anziehungskraft für die  weiteren Mitbewohner. Der gemeinsame Traum baut auch die Motivation für den  Kraftakt auf. der gebraucht wird, um die nötigen architektonischen und sozialen Konzepte zu entwerfen und auch entschlossen umzusetzen.

Leidenschaft, Verantwortung, Vertrauen und Wertschätzung sind gleichzeitig Ausgangspunkt und Ergebnis einer gelingenden Zusammenarbeit  einer Gemeinschaft.

Kehren wir zum Beispiel zurück.  Die Wohnbaugruppe ist nach 3 Jahren der Zusammenarbeit nach wie vor stabil, arbeitsfähig und voller Energie.

Der Bau des Hauses ist in der Endphase, alle Planungen sowohl der "Hardware" als auch der "sozialen Software" sind im Zeitplan, der Einzugstermin Dezember 2013 wird mit großer Wahrscheinlichkeit gehalten werden.

Link: www.wp-wien.at