Fernbeziehungen funktionieren doch: Digital erfolgreich!

von Monika Himpelmann, Isabella Klien und Erich Kolenaty


Innovation in der Lehrgang "werkstatt für holistische Organisationsentwicklung": Meistens ist sie kaizen-mäßig, sodass es nicht so auffällt. Aber manchmal sind es besondere Würfe. Seit dem laufenden 5. Durchgang gibt es zwischen den 5 Modulen jeweils ein online-Modul. "Zur Vertiefung und Unterstützung des Transfers", so steht es kurz und bündig im Flyer. Wir haben damit etwas, das wir im "netzwerk holistisch beraten" schon lange praktizieren - nämlich auch online zusammenzuarbeiten - zu einem Teil der werkstatt gemacht.

Und das ist nur logisch und konsequent: Die Welt wird einfach digitaler und globaler, wir spüren es an allen Ecken und Enden. Digitale Zusammenarbeit, e-collaboration, Web-Conferencing sind Begriffe, auf die wir allerorts stoßen.

Im Grunde geht es dabei darum, für die folgende Frage Lösungen anzubieten: Wie können Menschen, die sich physisch nicht am gleichen Ort befinden - also quasi in einer Fernbeziehung sind - an einer gemeinsamen Aufgabe leicht und mit sehr guten Ergebnissen arbeiten?

Klassische, digitale Lösungen: Kein Vorteil ohne Nachteil

Die Vorteile von Webinaren, Skype-Meetings, Video-Konferenzen, etc. liegen auf der Hand:

  • Von zu Hause aus arbeiten,
  • mit TeamkollegInnen aus anderen Standorten ein Projekt durchführen,
  • an einer Konferenz teilnehmen, ohne das Büro zu verlassen und
  • relevante Informationen frei Haus geliefert bekommen

spart Zeit, Geld, Mühe und reduziert den CO² Footprint.

Häufig genannte Vorbehalte hinsichtlich klassischer, digitaler Lösungen sind:

  • Ablenkung: Es ist verführerisch, noch schnell die Mails zu checken, besonders wenn man lange 'nur' zuhören muss.
  • Mangelnder persönlicher Kontakt: Die Stimme reicht oft nicht aus, um die anderen Teilnehmenden "ganz" wahrzunehmen.
  • Begrenzte Aufmerksamkeit: Der Einsatz von Technik wird oft als zusätzlich anstrengend und ermüdend empfunden.
  • Überforderung durch die Technologie: Was für "digital natives" ein Kinderspiel ist, überfordert schnell den Rest der Menschen.

Unser Elixier für Fernbeziehungen

Unsere Geschichte mit Online-Meetings ist langjährig und vielfältig: Als Co-Owner eines weltweiten Beratungsunternehmens treffen wir uns seit vielen Jahren in unterschiedlichen Zusammensetzungen mit unseren Genuine Contact KollegInnen auf der ganzen Welt on-line: unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Zeitzonen verlangen nach Methoden und Instrumenten, die ein leichtes und effizientes Arbeiten ermöglichen. Mehr darüber in einem unserer nächsten Newsletter. Hier vorab schon zwei Highlights, die uns als TeilnehmerInnen immer wieder begeistern:

  • Wir verwenden eine Software-Plattform, mit der wir sowohl gemeinsam im Plenum als auch parallel in kleinen Gruppen an unterschiedlichen Themen arbeiten können. So entsteht vielfältiger Kontakt mit unseren KollegInnen, und es ist abwechslungsreich und belebend.
  • Wir achten ganz bewusst auf Pausen und machen z.B. gleichzeitig eine Yogaübung, die wir alle kennen und mit der wir schöne Erinnerungen an persönliche Treffen verbinden.

Dass ganzheitliche Elemente wie diese das Elixier für Fernbeziehungen sind und funktionieren, zeigt die Tatsache, dass wir auch mit KollegInnen, die wir gar nicht persönlich kennen, eine intensive Beziehung aufgebaut haben.

Mehrwert durch online-Module

Kehren wir zurück zu den online-Modulen der werkstatt. Was kurz und bündig dazu in unserem Flyer steht - "zur Vertiefung und Unterstützung des Transfers" - hat in der Praxis folgende Effekte:

  • Die werkstatt-TeilnehmerInnen können reflektieren und offene Fragen klären, nachdem das Wissen aus dem vorangegangenen Modul Zeit hatte, sich zu setzen und zu wirken.
  • Das kommende Modul und die Projektarbeiten werden greifbarer, die Spannung und die Inspiration steigt.
  • Die TrainerInnen des vergangenen und kommenden Moduls sind die GastgeberInnen. Auch wenn sich noch nicht alle persönlich kennen, entsteht Vertrauen.
  • Die Beziehungen zwischen den TeilnehmerInnen werden vertieft und das Gruppengefühl wird gestärkt.
  • Die Zeit zwischen den persönlichen Treffen in den Modulen wird verkürzt.

Mit den Worten von werkstatt-Teilnehmerin Edith Steiner-Janesch: "Das Skypen zwischen den beiden ersten Modulen hat den Raum innerhalb der Gruppe sofort wieder aufgespannt - und einen guten Bogen gebildet zwischen Nachklang aus Modul 1 und Vorausschau zu Modul 2. Gleichzeitig war es ein gutes, neuerliches Vergegenwärtigen vieler Aspekte aus Modul 1 und hat - trotz der anfänglichen Skepsis dem digitalen Medium gegenüber- sicherlich mit dazu beigetragen, dass die Gruppe in Modul 2 (mit einem neuen Trainer UND einer neuen Teilnehmerin) sofort leicht, mühelos und intensiv einsteigen konnte. Flow im besten Sinne!"

Diese ganz reale Zusammenarbeit im virtuellen Raum fügt also der live-Zusammenarbeit echte Qualität und damit Mehrwert hinzu.

Ausblick: Digitales Lernen

Mein gratis Webinar des Monats ist eine spezielle Form der Fernbeziehung.  Anmelden, dabei sein, mitdiskutieren, lernen.

Wenn Sie 'etwas anderes' als bisher für die Herausforderungen in Ihrem Unternehmen suchen und/oder wissen wollen, dann sind Sie bei mir richtig.