Dragon Dreaming im Wohnprojekt Wien


Ich lebe seit 2013 in einem Wohnprojekt im Herzen Wiens. Also in einem Haus, dass 65 Erwachsene gemeinsam geplant haben und jetzt gemeinsam verwalten und mit Leben erf√ľllen. Au√üer den Wohneinheiten stehen uns daf√ľr 700 m¬≤ Gemeinschaftsr√§ume + Dachterrassen und der Gemeinschaftsgarten zur Verf√ľgung  

Ein Beispiel:

Und damit es ein bisschen konkreter wird, stellen Sie sich jetzt bitte eine Wohnbaugruppe vor, bei der 60 M√§nner und Frauen mitten in Wien gemeinsam ein Haus planen und bauen lassen, in dem sie anschlie√üend wohnen werden. Nicht irgendein Haus: √∂kologisch und nachhaltig, 6 Etagen mit Dachterrasse und Untergescho√ü, 3.200m¬≤ Wohnfl√§che,  700m¬≤ Gemeinschaftsr√§ume, Gewerbefl√§chen etc.  Das Ganze zu Bedingungen und Preisen der Wohnbauf√∂rderung.

Klar: Leidenschaft und Verantwortung in Bezug auf die gemeinsame Vision hilft, Vertrauen sowieso und ein wertschätzender Umgang miteinander ist nie verkehrt.

Ist das schon genug oder glauben Sie, da fehlt noch was? Wie entscheiden 60 Menschen eigentlich gemeinschaftlich? Wie koordinieren sie sich, teilen sie die Arbeit auf? Ist das nicht uröde, stundenlanges Gerede und am Schluss setzen sich die Lautesten durch oder die mit dem größten Sitzfleisch?

Also die Herzensw√§rme alleine tut's nicht, es braucht auch Pfiffigkeit in der Struktur. Ja genau, Struktur, weil 60 Leute sind keine Gruppe mehr,  sondern haben l√§ngst die Gr√∂√üe eines kleinen Unternehmens. Und es braucht Leichtigkeit und Verl√§sslichkeit bei dem, was getan wird.

Zählen wir zusammen, wir brauchen 7 Sachen damit es gelingen kann:

  1. Hardware: Bauplatz, Finanzierung und ein professionelles und vertrauensw√ľrdiges Bauunternehmen
  2. Architekten, die bereit und fähig sind, sich auf gemeinsame Planung einzustellen
  3. Menschen, die Individualität in der Gemeinschaft leben wollen, möglichst vielfältig zusammengesetzt
  4. Jede Menge Herzenswärme, in all ihren Schattierungen
  5. Einen Sch√∂pfungsprozess f√ľr eine kraftvolle und tragf√§hige  gemeinsame Vision und die Planung des ganzen Vorhabens , zum Beispiel mit Hilfe von "Dragon Dreaming"
  6. Einen inneren Aufbau der Gemeinschaft der partizipativ und demokratisch angelegt und robust genug ist, um den menschlichen Schwächen und Auf-und-Abs zu trotzen.
  7. Eine Art und Weise der Zusammenarbeit, die  zu guten Ergebnissen f√ľhrt und Energie bringt, statt raubt.

Jetzt bin ich Ihnen eine Erklärung schuldig: Was ist Dragon Dreaming?

Dragon Dreaming ist das ganzheitliche Projektdesign-Konzept des Australiers John Croft:  Jedes Dragon Dreaming Projekt  durchl√§uft vier Phasen: Tr√§umen, Planen, Handeln, Feiern und in diesen Phasen eine Vielzahl von Schritten und Prozessen. Tr√§umen und Feiern, das ist in Projekten ungew√∂hnlich und zugleich so wichtig.  Der philosophische Kern und gleichzeitig eine der Ursachen, warum Dragon Dreaming so gut f√ľr Gemeinschaftsprojekte passt, ist die Betonung einer gelebten WIN-WIN-Kommunikation.

In jeder Wohnbaugruppe versammeln sich in der Pioniergruppe zun√§chst sehr unterschiedliche Tr√§ume. Es ist wichtig, mit Dragon Dreaming die individuellen Tr√§ume der Einzelpersonen zugunsten eines neuen, gemeinsamen Traumes der Gruppe sterben zu lassen. Dieser gemeinsame Traum schafft die Energie und die Anziehungskraft f√ľr die  weiteren Mitbewohner. Der gemeinsame Traum baut auch die Motivation f√ľr den  Kraftakt auf. der gebraucht wird, um die n√∂tigen architektonischen und sozialen Konzepte zu entwerfen und auch entschlossen umzusetzen.

Leidenschaft, Verantwortung, Vertrauen und Wertsch√§tzung sind gleichzeitig Ausgangspunkt und Ergebnis einer gelingenden Zusammenarbeit  einer Gemeinschaft.

Kehren wir zum Beispiel zur√ľck.  Die Wohnbaugruppe ist nach 3 Jahren der Zusammenarbeit nach wie vor stabil, arbeitsf√§hig und voller Energie.

Der Bau des Hauses ist in der Endphase, alle Planungen sowohl der "Hardware" als auch der "sozialen Software" sind im Zeitplan, der Einzugstermin Dezember 2013 wird mit großer Wahrscheinlichkeit gehalten werden.

Link: www.wp-wien.at