Der Ablauf eines Open Space Meetings


Open Space beginnt und endet immer in einem Kreis. Es gibt keine vorgegebene Tagesordnung, nur ein Rahmenthema und eventuell Vorgaben und Rahmenbedingungen des Auftraggebers, sogenannte Givens. Nach einer rituellen "├ľffnung des Raumes", wie die OpenSpaceniks das nennen, also der Einf├╝hrung in das Thema der Veranstaltung und die Arbeitsweise, sind alle Teilnehmer eingeladen, Anliegen zu nennen, die sie mit anderen in einem Workshop diskutieren wollen. Als Thema kommt (innerhalb des Rahmenthemas) alles in Frage, was unter den N├Ągeln brennt, den Teilnehmern am Herzen liegt, wof├╝r sie die Bereitschaft haben, Verantwortung zu ├╝bernehmen. In den ersten eineinhalb Stunden entsteht so die Agenda des Workshops.

Die Vorschl├Ąge werden an der Anliegenwand ausgeh├Ąngt und Zeiten und Arbeitsr├Ąumen zugeordnet. Danach beginnen die Gruppen selbstorganisiert zu arbeiten. Sie teilen sich ihre Arbeitszeit und Pausen im vorgegebenen Zeitraster der Gesamtveranstaltung selbst ein. Manche Gruppen arbeiten zu f├╝nft, andere zu siebenunddrei├čigst, andere zu zweit. Die Themen und Zusammensetzung der Gruppen wechseln in der Regel bei jeder Arbeitseinheit. Jeweils morgens und abends treffen sich alle Teilnehmer wieder im Kreis f├╝r Morgen- bzw. Abendnachrichten.

Jede Gruppe fasst ihre Ergebnisse und Vereinbarungen in schriftlichen Arbeitsberichten selbst zusammen, die kopiert und vergr├Â├čert laufend an der sogenannten Nachrichtenwand ausgeh├Ąngt werden. Immer wenn bei einer Veranstaltung ├╝ber einen Erfahrungsaustausch hinaus konkrete Handlungen ausgearbeitet werden sollen, wird das sogenannte "Buch" erstellt: die kopierte Sammlung aller Workshopberichte f├╝r alle Teilnehmer. Diese Dokumentation wird noch vor Ort von allen gelesen und ist die Grundlage f├╝r Priorisierung und Zusammenf├╝hrung verwandter Themen und die Basis f├╝r die Ma├čnahmenplanung (Action planning): Neu gebildete Gruppen treffen sich zur Entwicklung von konkreten Umsetzungsschritten f├╝r die wichtigsten Vorschl├Ąge.

Zuletzt gibt es eine Abschlussrunde zur Reflexion oder des Feedbacks an Veranstalter und Teilnehmer. Traditioneller Weise erfolgt dies mit einem Sprechstab (Talking Stick), den jener h├Ąlt, der gerade am Wort ist.